
Warum ein freihändiger Verkauf sich oftmals lohnt
Sind im Falle einer Insolvenz alle Optionen geprüft und steht fest, dass eine Umschuldung nicht mehr möglich ist, so gilt ein freihändiger Verkauf als letzter Ausweg, um eine Zwangsversteigerung zu vermeiden.
Wurde die Zwangsversteigerung bereits angeordnet, ist ein freihändiger Verkauf nur noch möglich, wenn alle Gläubiger zustimmen und das Gericht die Versteigerung aufhebt. Ein freihändiger Verkauf kann oft höhere Erlöse bringen und offene Forderungen vollständig decken, wodurch der Eigentümer Restschulden vermeiden kann. Auch Gläubiger profitieren, da sie schneller und sicherer an ihr Geld gelangen könnten als bei einer Versteigerung.
Zeitlicher Ablauf und wichtige Fristen
Der erste Schritt beim freihändigen Verkauf ist die Festlegung eines realistischen Verkaufspreises. Ein professioneller Makler kann hier eine große Hilfe sein. Durch eine Immobilienbewertung ermittelt er den aktuellen Marktwert des Objekts. Mit seiner Marktkenntnis sorgt er dafür, dass die Immobilie marktgerecht eingepreist wird. So wird sie optimal positioniert, und potenzielle Käufer können gezielt angesprochen werden.
Wichtig ist, dass der freihändige Verkauf rechtzeitig vor dem festgesetzten Versteigerungstermin eingeleitet wird. Der gesamte Verkaufsprozess – von der Bewertung über die Vermarktung bis hin zum Vertragsabschluss – kann einige Wochen in Anspruch nehmen. In der Regel empfiehlt es sich, spätestens drei Monate vor dem anberaumten Versteigerungstermin mit dem Verkaufsprozess zu beginnen. So bleibt ausreichend Zeit, um einen Käufer zu finden und den Verkauf notariell abzuwickeln.
Vor einer Zwangsversteigerung wird der Eigentümer meist schriftlich von der Bank informiert, was ihm oft eine letzte Möglichkeit zum Verkauf bietet. Voraussetzung ist die Zustimmung der Gläubiger, die den Kaufvertrag abzeichnen müssen. Der Verkaufserlös geht direkt an die Gläubiger, und Restbeträge erhält der Verkäufer. Reicht der Erlös nicht aus, bleibt die Restschuld bestehen.
Virtuelle Immobiliendaten
Virtuelle Karten mit Immobiliendaten, wie GeoMap, helfen Eigentümern, regionale Preisentwicklungen und mikrolokale Unterschiede schnell zu erkennen. So können Sie ihre Immobilie auch für einen freihändigen Verkauf optimal positionieren.
Fazit: Den Freiraum vor dem Versteigerungstermin nutzen
Der freihändige Verkauf ermöglicht Eigentümern, eine schwierige Situation ohne Zwangsversteigerung zu meistern. Mit professioneller Unterstützung lässt sich ein guter Preis erzielen, Schulden können getilgt werden, und alle Beteiligten – Verkäufer, Käufer und Gläubiger – profitieren.
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In diesem Text wird aus Gründen der besseren Lesbarkeit das generische Maskulinum verwendet. Weibliche und anderweitige Geschlechteridentitäten werden dabei ausdrücklich mitgemeint, soweit es für die Aussage erforderlich ist.
Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.



