Unterschiedliche Preisentwicklungen auf dem Leipziger Wohnungsmarkt

Die Kaufpreise für Bestandswohnungen bewegten sich zunächst vergleichsweise stabil. Im Mai wurde mit 3.118 Euro pro Quadratmeter der höchste Wert des Betrachtungszeitraums erreicht. Im Juni fiel der Angebotspreis jedoch auf 3.076 Euro pro Quadratmeter und damit 0,5 Prozent unter den Februarwert.
Auffälliger verlief die Entwicklung im Neubau. Der durchschnittliche Kaufpreis stieg zunächst von 5.674 Euro im Februar auf 5.814 Euro pro Quadratmeter im März. Anschließend sank er bis Mai auf 5.617 Euro. Im Juni wurde mit 5.637 Euro pro Quadratmeter eine leichte Erholung verzeichnet. Gegenüber Februar ergibt sich dennoch ein Rückgang um 0,7 Prozent.
Die Bestandsmieten erreichten bereits im März mit 10,16 Euro pro Quadratmeter einen Tiefstand, stiegen im April und Mai leicht und lagen im Juni erneut bei 10,16 Euro. Bei den Neubauwohnungen erhöhten sich die Angebotsmieten dagegen bis Mai kontinuierlich auf 15,86 Euro pro Quadratmeter. Im Juni gingen sie wieder auf 15,55 Euro zurück, lagen damit aber weiterhin 1,4 Prozent über dem Februarniveau.
Sinkende Kaufpreise und Mieten in Berlin

Berlin ist die einzige der betrachteten Metropolen, in der die Angebotspreise zwischen Februar und Juni 2026 in allen vier Kategorien zurückgingen.
Die Kaufpreise für Bestandswohnungen sanken um 0,9 Prozent von 5.559 auf 5.511 Euro pro Quadratmeter. Nach weitgehend stabilen Werten bis Mai wurde im Juni der niedrigste Stand des Untersuchungszeitraums erreicht. Im Neubau gingen die Kaufpreise um 3,1 Prozent von 8.797 auf 8.521 Euro pro Quadratmeter zurück. Nach einer kurzen Erholung im April setzte sich der Rückgang bis Juni fort.
Auch die Angebotsmieten lagen im Juni unter dem Februarniveau. Bestandsmieten sanken um 3,6 Prozent auf 17,57 Euro pro Quadratmeter, Neubauangebote um 3,2 Prozent auf 20,41 Euro pro Quadratmeter.
Unterschiedliche Entwicklungen in den Stuttgarter Marktsegmenten

Auch in Stuttgart zeigt sich kein einheitlicher Trend. Die Kaufpreise für Bestandswohnungen stiegen zunächst leicht, gingen anschließend jedoch kontinuierlich zurück. Im Juni lagen sie mit 4.613 Euro pro Quadratmeter insgesamt 1,3 Prozent unter dem Februarniveau.
Bei Neubauwohnungen wurde im April mit 8.099 Euro pro Quadratmeter der Tiefstwert erreicht. Danach stiegen die Preise wieder und lagen im Juni mit 8.309 Euro pro Quadratmeter 0,9 Prozent über dem Ausgangswert.
Deutlich schwankten die Neubau-Angebotsmieten. Nach einem Anstieg bis April fielen sie im Mai stark und erreichten im Juni mit 20,36 Euro pro Quadratmeter den niedrigsten Wert des Betrachtungszeitraums. Die Bestandsmieten entwickelten sich dagegen positiv und stiegen um 1,6 Prozent auf 16,96 Euro pro Quadratmeter.
Münchner Neubau-Kaufpreise überschreiten die Marke von 12.000 Euro

München weist weiterhin das höchste Preisniveau der untersuchten Metropolen auf. Besonders deutlich stiegen die Kaufpreise für Neubauwohnungen. Von 11.430 Euro im Februar erhöhten sie sich zunächst auf 11.905 Euro pro Quadratmeter im März. Nach einem vorübergehenden Rückgang auf 11.748 Euro im April folgte ein erneuter Anstieg auf 12.007 Euro im Mai und 12.043 Euro pro Quadratmeter im Juni. Insgesamt entspricht dies einem Plus von 5,4 Prozent.
Bei Bestandswohnungen entwickelte sich der Kaufpreis dagegen rückläufig. Nach 8.677 Euro im Februar lag er im März bei 8.631 Euro, stieg im April noch einmal leicht auf 8.662 Euro und sank anschließend auf 8.580 Euro pro Quadratmeter im Juni.
Die Bestandsmieten blieben über den Gesamtzeitraum nahezu konstant. Zwischenzeitlich wurde im Mai mit 24,57 Euro pro Quadratmeter der höchste Wert erreicht. Im Juni lag die durchschnittliche Angebotsmiete bei 24,31 Euro und damit 0,2 Prozent über dem Februarniveau. Die Neubau-Angebotsmieten stiegen insgesamt um 1,7 Prozent auf 27,35 Euro pro Quadratmeter.
Deutlicher Anstieg der Neubau-Kaufpreise in Düsseldorf

In Düsseldorf stiegen die Angebotspreise in drei der vier untersuchten Segmente. Besonders stark entwickelten sich die Kaufpreise für Neubauwohnungen: Sie erhöhten sich um 5,6 Prozent von 8.128 auf 8.582 Euro pro Quadratmeter – der höchste Zuwachs unter den acht Metropolen.
Auch die Angebotsmieten legten zu. Bestandsmieten stiegen um 1,6 Prozent auf 15,68 Euro pro Quadratmeter, während Neubauwohnungen im Juni bei 20,60 Euro pro Quadratmeter lagen.
Gegenläufig entwickelten sich die Kaufpreise im Bestand. Sie sanken um 1,7 Prozent von 5.011 auf 4.924 Euro pro Quadratmeter.
Steigende Mieten auf dem Kölner Wohnungsmarkt

In Köln überwogen zwischen Februar und Juni die Preissteigerungen. Besonders deutlich entwickelten sich die Angebotsmieten für Neubauwohnungen. Nach einem Anstieg von 19,39 Euro im Februar auf 19,60 Euro pro Quadratmeter im März gingen sie im April zunächst auf 19,09 Euro zurück. Anschließend folgte eine deutliche Aufwärtsbewegung: Im Juni wurde mit 20,11 Euro pro Quadratmeter der höchste Wert des untersuchten Zeitraums erreicht. Insgesamt entspricht dies einem Plus von 3,7 Prozent.
Die Bestandsmieten stiegen ebenfalls. Sie erhöhten sich von 16,22 Euro im Februar auf einen Höchstwert von 16,50 Euro pro Quadratmeter im Mai. Im Juni lagen sie mit 16,40 Euro weiterhin 1,1 Prozent über dem Februarniveau.
Bei den Kaufpreisen zeigte sich ein gemischtes Bild. Die Neubaupreise erreichten im März mit 6.940 Euro pro Quadratmeter zunächst einen Zwischenhöchststand, fielen im Mai auf 6.814 Euro und stiegen anschließend wieder auf 6.916 Euro pro Quadratmeter. Die Kaufpreise im Bestand erhöhten sich im April zwischenzeitlich auf 4.919 Euro pro Quadratmeter, gingen danach jedoch zurück. Im Juni lagen sie mit 4.827 Euro pro Quadratmeter 0,5 Prozent unter dem Ausgangswert.
Bestandskaufpreise in Hamburg steigen, Neubaupreise sinken

Der Hamburger Kaufmarkt zeigte unterschiedliche Entwicklungen in Bestand und Neubau. Bei Bestandswohnungen sank der durchschnittliche Angebotspreis zunächst von 6.282 Euro im Februar auf 6.213 Euro pro Quadratmeter im März. Danach setzte eine kontinuierliche Erholung ein: Über 6.317 Euro im April und 6.339 Euro im Mai stieg der Wert bis Juni auf 6.351 Euro pro Quadratmeter. Gegenüber Februar entspricht dies einem Plus von 1,1 Prozent.
Bei den Neubauwohnungen verlief die Entwicklung entgegengesetzt. Der durchschnittliche Kaufpreis sank von 9.431 Euro im Februar schrittweise auf 8.960 Euro pro Quadratmeter im Mai. Im Juni erholte sich der Wert auf 9.129 Euro, blieb damit aber 3,2 Prozent unter dem Februarniveau.
Auch die Mietpreise schwankten im Monatsverlauf. Die Bestandsmieten erreichten im April mit 16,18 Euro pro Quadratmeter ihren niedrigsten Wert. Im Mai folgte ein Anstieg auf 16,50 Euro, bevor der Wert im Juni leicht auf 16,43 Euro pro Quadratmeter zurückging. Die Neubau-Angebotsmieten bewegten sich vergleichsweise stabil zwischen 23,55 und 23,89 Euro pro Quadratmeter.
Moderate Preisentwicklung mit einzelnen Schwankungen in Frankfurt

In Frankfurt am Main fielen die Veränderungen zwischen Februar und Juni insgesamt moderat aus. Im Monatsverlauf zeigten sich dennoch einige auffällige Zwischenwerte.
Der durchschnittliche Kaufpreis für Bestandswohnungen sank um 1,7 Prozent von 6.412 auf 6.304 Euro pro Quadratmeter. Nach 6.362 Euro im März und 6.340 Euro im April erreichte er im Mai mit 6.292 Euro pro Quadratmeter seinen niedrigsten Stand. Im Juni folgte eine leichte Erholung.
Bei den Neubauwohnungen bewegten sich die Kaufpreise über den gesamten Zeitraum in einer vergleichsweise engen Spanne. Sie lagen zwischen 8.269 Euro im März und 8.316 Euro pro Quadratmeter im Mai. Im Juni wurden 8.311 Euro pro Quadratmeter erreicht – 0,4 Prozent mehr als im Februar.
Deutlichere Schwankungen waren bei den Mieten zu beobachten. Die Bestandsmiete stieg zunächst von 19,47 Euro im Februar auf 19,71 Euro pro Quadratmeter im März. Anschließend ging sie zurück und lag im Juni bei 19,21 Euro pro Quadratmeter. Die Neubau-Angebotsmiete entwickelte sich gegenläufig: Nach einem Tiefstand von 20,91 Euro im März stieg sie bis Mai auf 21,47 Euro pro Quadratmeter und lag im Juni bei 21,35 Euro pro Quadratmeter.

Die Auswertung basiert ausschließlich auf GeoMap-Daten zu Wohnungsangeboten. Gewerbeimmobilien, Häuser, möblierte Angebote und Musterwohnungen wurden nicht berücksichtigt. GeoMap greift dabei auf über 38 Millionen Angebotsdaten im DACH-Raum zurück und ermöglicht eine fundierte, datenbasierte Marktanalyse.



