Angebotspreise für Immobilien in Deutschland im Überblick – Juli 2026

Wie entwickeln sich die Angebotspreise für Immobilien in Deutschland aktuell? Mit unserem Metropolencheck analysieren wir monatlich die Entwicklung der Angebotsmieten und Angebotspreise in den Top-8-Metropolen Deutschlands - auf Basis der aktuellen Daten aus GeoMap by Real Estate Pilot AG. Die Juli-Auswertung zeigt ein differenziertes Bild: Während sich die Angebotspreise in vielen Städten nur leicht verändern, entwickeln sich die einzelnen Marktsegmente regional sehr unterschiedlich. Besonders im Neubau zeigen sich deutliche Unterschiede bei der Vermarktungsgeschwindigkeit, während der Mietmarkt in vielen Metropolen weiterhin von einer konstant hohen Nachfrage geprägt ist.

Berlin und Leipzig: Unterschiedliche Entwicklungen im Kauf- und Mietmarkt

In Berlin liegen die Angebotspreise für Bestandswohnungen aktuell bei durchschnittlich 5.489 Euro pro Quadratmeter und damit leicht unter dem Niveau des Vormonats (5.511 Euro pro Quadratmeter). Auch Neubauwohnungen geben von 8.521 Euro pro Quadratmeter im Juni auf 8.415 Euro pro Quadratmeter nach. Gleichzeitig verlängert sich die Vermarktungsdauer im Neubausegment von 157 auf 169 Tage. Im Mietmarkt sinken sowohl die Angebotsmieten im Bestand (17,57 auf 17,32 Euro pro Quadratmeter) als auch im Neubau (20,41 auf 20,36 Euro pro Quadratmeter). Die Nachfrage bleibt jedoch hoch – Bestandswohnungen werden weiterhin nach durchschnittlich 11 Tagen vermietet.

Leipzig entwickelt sich etwas anders. Während die Kaufpreise im Bestand leicht von 3.076 auf 3.067 Euro pro Quadratmeter zurückgehen, steigen sie im Neubau geringfügig auf 5.660 Euro pro Quadratmeter. Besonders auffällig ist die Entwicklung der Vermarktungsdauer im Neubausegment: Nach 200 Tagen im Juni werden Neubauwohnungen im Juli bereits nach durchschnittlich 51 Tagen vermittelt. Auch im Mietmarkt bleiben die Veränderungen überschaubar. Die Angebotsmiete im Bestand sinkt leicht auf 10,04 Euro pro Quadratmeter, während Neubauwohnungen geringfügig auf 15,76 Euro pro Quadratmeter zulegen.

Köln und Düsseldorf: Stabile Nachfrage trotz unterschiedlicher Preisentwicklung

In Düsseldorf gehen die Kaufpreise sowohl im Bestand als auch im Neubau leicht zurück. Bestandswohnungen kosten aktuell durchschnittlich 4.895 Euro pro Quadratmeter (Juni: 4.924 Euro pro Quadratmeter), Neubauwohnungen 8.323 Euro pro Quadratmeter (Juni: 8.582 Euro pro Quadratmeter). Gleichzeitig steigen die Angebotsmieten leicht an. Im Bestand erhöht sich der Durchschnittspreis von 15,68 auf 15,76 Euro pro Quadratmeter, im Neubau von 20,60 auf 21,68 Euro pro Quadratmeter. Die Vermarktungsdauer bleibt insgesamt auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau.

Köln entwickelt sich dagegen positiv. Sowohl Bestandswohnungen (4.827 auf 4.870 Euro pro Quadratmeter) als auch Neubauwohnungen (6.916 auf 6.992 Euro pro Quadratmeter) legen leicht zu. Auch im Mietsegment steigen die Angebotsmieten im Bestand (16,40 auf 16,59 Euro pro Quadratmeter) sowie im Neubau (20,11 auf 20,29 Euro pro Quadratmeter). Gleichzeitig verkürzt sich die Vermarktungsdauer im Mietbestand auf nur 9 Tage und unterstreicht die weiterhin hohe Nachfrage.

München und Stuttgart: Neubau bleibt preisstark

München behauptet seine Spitzenposition im deutschen Wohnungsmarkt. Während die Kaufpreise im Bestand leicht von 8.580 auf 8.540 Euro pro Quadratmeter zurückgehen, steigen sie im Neubau erneut an und erreichen 12.122 Euro pro Quadratmeter (Juni: 12.043 Euro pro Quadratmeter). Im Mietsegment geben sowohl Bestands- als auch Neubauwohnungen leicht nach. Mit durchschnittlich 24,11 Euro pro Quadratmeter im Bestand bleibt München dennoch die teuerste Mietmetropole Deutschlands.

In Stuttgart zeigt sich ein ähnliches Bild. Die Kaufpreise im Bestand sinken leicht auf 4.610 Euro pro Quadratmeter, während Neubauwohnungen von 8.309 auf 8.359 Euro pro Quadratmeter zulegen. Gleichzeitig steigt die Vermarktungsdauer im Neubau von 108 auf 144 Tage. Im Mietsegment gehen sowohl Bestands- als auch Neubaupreise leicht zurück und liegen aktuell bei 16,93 Euro beziehungsweise 20,22 Euro pro Quadratmeter.

Hamburg und Frankfurt: Neubau entwickelt sich unterschiedlich

In Hamburg bleiben die Kaufpreise im Bestand nahezu stabil und steigen leicht von 6.317 auf 6.339 Euro pro Quadratmeter. Neubauwohnungen geben dagegen geringfügig von 9.129 auf 8.901 Euro pro Quadratmeter nach. Gleichzeitig steigen die Angebotsmieten sowohl im Bestand (16,18 auf 16,48 Euro pro Quadratmeter) als auch im Neubau (23,83 auf 26,38 Euro pro Quadratmeter). Die Vermarktungsdauer bleibt insbesondere im Mietbestand mit durchschnittlich 11 Tagen weiterhin sehr kurz.

Frankfurt zeigt dagegen eine andere Entwicklung. Während die Kaufpreise im Bestand leicht von 6.304 auf 6.220 Euro pro Quadratmeter sinken, steigen sie im Neubau von 8.311 auf 8.505 Euro pro Quadratmeter. Besonders auffällig ist die Vermarktungsdauer im Neubausegment, die von 163 auf 202 Tage zunimmt und damit den höchsten Wert aller betrachteten Metropolen erreicht. Gleichzeitig gehen die Angebotsmieten sowohl im Bestand (19,21 auf 18,82 Euro pro Quadratmeter) als auch im Neubau (21,35 auf 19,64 Euro pro Quadratmeter) leicht zurück.

Warum Angebotspreise ein wichtiger Frühindikator sind

Die dargestellten Werte basieren auf Angebotspreisen und nicht auf tatsächlichen Transaktionspreisen. Angebotspreise spiegeln die aktuellen Erwartungen im Markt wider und reagieren häufig früher auf Veränderungen als Abschlusspreise. Sie liefern damit wichtige Hinweise auf Marktbewegungen und regionale Entwicklungen.

Im Vergleich zum Juni zeigt sich vor allem eines: Die Preisbewegungen bleiben in den meisten Metropolen vergleichsweise gering. Deutlich stärker verändern sich dagegen Vermarktungsdauer und Nachfrage – insbesondere im Neubausegment. Während Städte wie Köln oder Leipzig im Juli an Dynamik gewinnen, verlängern sich die Vermarktungszeiten in Berlin und Frankfurt. Damit bestätigt sich der Trend der vergangenen Monate: Nicht die Preisentwicklung allein entscheidet über die Marktdynamik, sondern zunehmend die regionale Nachfrage.

Datenbasis und Methodik

Die Auswertung basiert auf den umfassenden GeoMap-Daten für die Top-8-Metropolen Deutschlands im Juli 2026:

  • Objektart: Wohnungen (kein Gewerbe, keine Häuser)
  • Ausschluss von möblierten Angeboten und Musterwohnungen
  • Duplikatsbereinigung der Inserate
  • Durchschnittswerte, bereinigt um statistische Ausreißer

GeoMap greift dabei auf über 38 Millionen Angebotsdaten im DACH-Raum zurück und ermöglicht eine fundierte, datenbasierte Marktanalyse.

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Kerstin Hübner

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