Berlin und Leipzig: Kaufpreise steigen leicht

In Berlin steigen die Angebotspreise im Kaufsegment gegenüber Juli leicht. Bestandswohnungen werden im August für durchschnittlich 5.498 Euro pro Quadratmeter angeboten, nach 5.489 Euro pro Quadratmeter im Vormonat. Im Neubau erhöht sich der Wert von 8.415 auf 8.436 Euro pro Quadratmeter. Gleichzeitig verkürzt sich die durchschnittliche Angebotsdauer im Neubau deutlich von 169 auf 131 Tage. Im Mietmarkt zeigt sich kein einheitliches Bild: Die Bestandsmiete sinkt von 17,32 auf 17,19 Euro pro Quadratmeter, während die Neubau-Angebotsmiete von 20,36 auf 20,65 Euro pro Quadratmeter steigt. Mit durchschnittlich 13 Tagen Angebotsdauer bleibt der Mietbestand weiterhin deutlich dynamischer als der Kaufmarkt.
Auch in Leipzig steigen die Angebotspreise gegenüber Juli in allen vier betrachteten Segmenten leicht. Der Kaufpreis im Bestand erhöht sich von 3.067 auf 3.073 Euro pro Quadratmeter, im Neubau von 5.660 auf 5.668 Euro pro Quadratmeter. Bei den Mieten geht es von 10,04 auf 10,06 Euro pro Quadratmeter im Bestand und von 15,76 auf 15,80 Euro pro Quadratmeter im Neubau. Deutlich stärker als die Preise verändert sich allerdings die Vermarktungsdauer im Leipziger Neubau. Nachdem diese im Juli bei durchschnittlich 51 Tagen lag, steigt sie im August wieder auf 127 Tage. Damit zeigt sich erneut, wie stark die monatliche Vermarktungsgeschwindigkeit auch bei nahezu konstantem Preisniveau schwanken kann.
Düsseldorf und Köln entwickeln sich in unterschiedliche Richtungen

In Düsseldorf steigen die Kaufpreise leicht. Bestandswohnungen werden im August für durchschnittlich 4.913 Euro pro Quadratmeter angeboten, nach 4.895 Euro pro Quadratmeter im Juli. Im Neubau erhöht sich der durchschnittliche Angebotspreis von 8.323 auf 8.274 Euro pro Quadratmeter – hier zeigt sich allerdings ein Rückgang. Im Mietsegment sinkt die Bestandsmiete von 15,76 auf 15,50 Euro pro Quadratmeter, während die Neubau-Angebotsmiete von 21,68 auf 22,02 Euro pro Quadratmeter steigt.
Bei der Angebotsdauer fällt insbesondere der Neubau auf: Kaufangebote bleiben im August durchschnittlich 134 Tage am Markt, gegenüber 86 Tagen im Juli. Mietangebote werden dagegen deutlich schneller vermittelt – im Bestand innerhalb von durchschnittlich 15 Tagen.
In Köln gehen die Angebotspreise im Kaufsegment gegenüber Juli zurück. Im Bestand sinkt der Wert von 4.870 auf 4.859 Euro pro Quadratmeter, im Neubau von 6.992 auf 6.849 Euro pro Quadratmeter. Auch die Bestandsmiete fällt von 16,59 auf 16,18 Euro pro Quadratmeter, während die Neubau-Angebotsmiete mit 20,29 Euro pro Quadratmeter unverändert bleibt. Auffällig ist auch hier die Vermarktungsgeschwindigkeit. Neubau-Kaufangebote bleiben im August durchschnittlich 125 Tage am Markt – im Juli waren es lediglich 27 Tage. Im Mietsegment bleibt die Nachfrage dagegen hoch: Bestandswohnungen weisen eine durchschnittliche Angebotsdauer von nur 12 Tagen, Neubauwohnungen von 15 Tagen auf.
München und Stuttgart: Neubaupreise steigen weiter

In München setzt sich die unterschiedliche Entwicklung zwischen Bestand und Neubau fort. Der Kaufpreis für Bestandswohnungen sinkt von 8.540 auf 8.479 Euro pro Quadratmeter. Neubauwohnungen werden dagegen erneut teurer angeboten: Nach 12.122 Euro pro Quadratmeter im Juli steigt der Durchschnitt im August auf 12.285 Euro pro Quadratmeter. Damit baut München seine Spitzenposition beim Preisniveau weiter aus. Auch die Angebotsmieten steigen gegenüber Juli. Im Bestand erhöht sich der Wert von 24,11 auf 24,23 Euro pro Quadratmeter, im Neubau von 27,03 auf 27,07 Euro pro Quadratmeter. Trotz des hohen Preisniveaus bleibt die Vermarktung im Mietsegment schnell: Bestandsangebote sind durchschnittlich 13 Tage, Neubauangebote 25 Tage am Markt.
Stuttgart zeigt ebenfalls gegenläufige Entwicklungen zwischen den Segmenten. Während Bestandswohnungen mit durchschnittlich 4.595 Euro pro Quadratmeter etwas günstiger angeboten werden als im Juli (4.610 Euro pro Quadratmeter), steigt der Neubaupreis von 8.359 auf 8.478 Euro pro Quadratmeter. Im Mietmarkt entwickelt sich das Bild umgekehrt: Die Bestandsmiete steigt leicht von 16,93 auf 17,02 Euro pro Quadratmeter, während die Neubau-Angebotsmiete von 20,22 auf 19,67 Euro pro Quadratmeter zurückgeht. Die Angebotsdauer im Neubau-Kaufsegment bleibt mit 143 Tagen nahezu auf dem Niveau des Vormonats.
Hamburg und Frankfurt: Steigende Mieten treffen auf unterschiedliche Kaufmärkte

In Hamburg gehen die Kaufpreise in beiden Segmenten zurück. Bestandswohnungen werden im August für durchschnittlich 6.308 Euro pro Quadratmeter angeboten, nach 6.339 Euro pro Quadratmeter im Juli. Im Neubau fällt der durchschnittliche Angebotspreis von 8.901 auf 8.749 Euro pro Quadratmeter. Anders entwickelt sich der Mietmarkt: Die Bestandsmiete steigt von 16,48 auf 16,66 Euro pro Quadratmeter. Besonders deutlich fällt die Veränderung im Neubau aus: Hier erhöht sich die durchschnittliche Angebotsmiete von 26,38 auf 26,92 Euro pro Quadratmeter. Gleichzeitig werden Mietwohnungen weiterhin schnell vermittelt. Im Bestand beträgt die durchschnittliche Angebotsdauer nur 10 Tage, im Neubau 16 Tage.
In Frankfurt am Main steigen dagegen die Angebotspreise in allen vier Segmenten. Der Kaufpreis im Bestand erhöht sich leicht von 6.220 auf 6.224 Euro pro Quadratmeter, der Neubaupreis von 8.505 auf 8.514 Euro pro Quadratmeter. Die Bestandsmiete steigt von 18,82 auf 18,86 Euro pro Quadratmeter.Deutlicher fällt die Veränderung bei den Neubau-Mieten aus: Nach 19,64 Euro pro Quadratmeter im Juli werden im August durchschnittlich 21,24 Euro pro Quadratmeter aufgerufen. Gleichzeitig bleibt der Neubau-Kaufmarkt mit einer durchschnittlichen Angebotsdauer von 193 Tagen vergleichsweise langsam, auch wenn sich der Wert gegenüber den 202 Tagen im Juli leicht verkürzt.
Warum Angebotspreise ein wichtiger Frühindikator sind
Die dargestellten Werte basieren auf Angebotspreisen und nicht auf tatsächlichen Transaktionspreisen. Angebotspreise spiegeln die aktuellen Erwartungen im Markt wider und reagieren häufig früher auf Veränderungen als Abschlusspreise. Sie liefern damit wichtige Hinweise auf Marktbewegungen und regionale Entwicklungen.
Im Vergleich zum Juni zeigt sich vor allem eines: Die Preisbewegungen bleiben in den meisten Metropolen vergleichsweise gering. Deutlich stärker verändern sich dagegen Vermarktungsdauer und Nachfrage – insbesondere im Neubausegment. Während Städte wie Köln oder Leipzig im Juli an Dynamik gewinnen, verlängern sich die Vermarktungszeiten in Berlin und Frankfurt. Damit bestätigt sich der Trend der vergangenen Monate: Nicht die Preisentwicklung allein entscheidet über die Marktdynamik, sondern zunehmend die regionale Nachfrage.
Datenbasis und Methodik
Die Auswertung basiert auf den umfassenden GeoMap-Daten für die Top-8-Metropolen Deutschlands im August 2026:
- Objektart: Wohnungen (kein Gewerbe, keine Häuser)
- Ausschluss von möblierten Angeboten und Musterwohnungen
- Duplikatsbereinigung der Inserate
- Durchschnittswerte, bereinigt um statistische Ausreißer
GeoMap greift dabei auf über 38 Millionen Angebotsdaten im DACH-Raum zurück und ermöglicht eine fundierte, datenbasierte Marktanalyse.



